
Was verdienen Männer auf OnlyFans im Durchschnitt?
Eine seriöse Durchschnittszahl nur für Männer gibt es nicht. OnlyFans veröffentlicht keine Auswertung nach Geschlecht, und Seiten, die trotzdem einen „Durchschnittsverdienst männlicher Creator“ nennen, stützen sich auf Schätzungen statt auf Plattformdaten.
Belegen lässt sich der Durchschnitt über alle Accounts. Laut den Geschäftszahlen, über die Variety im August 2025 berichtete, zahlte OnlyFans im Geschäftsjahr 2024 (bis 30. November 2024) insgesamt 5,80 Mrd. US-Dollar an Creator aus. Im selben Zeitraum gab es 4,63 Mio. Creator-Accounts. Teilt man das eine durch das andere, ergeben sich rund 1.250 US-Dollar pro Account und Jahr, also etwa 104 US-Dollar im Monat.
Diese Zahl ist eine eigene Rechnung auf Basis der offiziellen Werte. Sie gilt für Männer und Frauen gemeinsam, für Vollzeit-Profis ebenso wie für Accounts, die nach zwei Wochen eingeschlafen sind. Als Prognose für dich taugt sie deshalb wenig. Als Realitätscheck gegen Versprechen von fünfstelligen Monatsumsätzen ist sie dagegen sehr nützlich.
Die offiziellen OnlyFans-Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Zahlungen der Fans, Geschäftsjahr 2024 | 7,22 Mrd. US-Dollar (+9 % zum Vorjahr) | Variety, August 2025 |
| Auszahlungen an Creator, Geschäftsjahr 2024 | 5,80 Mrd. US-Dollar | Variety, August 2025 |
| Creator-Accounts, Geschäftsjahr 2024 | 4,63 Mio. (+13 %) | Variety, August 2025 |
| Fan-Accounts, Geschäftsjahr 2024 | 377,5 Mio. (+24 %) | Variety, August 2025 |
| Rechnerischer Schnitt pro Creator-Account | ca. 1.250 US-Dollar pro Jahr, ca. 104 US-Dollar pro Monat | Eigene Rechnung |
| Auszahlungen an Creator, Geschäftsjahr 2025 | rund 6,3 Mrd. US-Dollar | Variety, August 2026 |
| Auszahlungen seit 2016 | über 30 Mrd. US-Dollar; 5.076 Creator mit mehr als 1 Mio. US-Dollar | Variety, August 2026 |
| Anteil des Creators an jeder Fan-Zahlung | 80 %, OnlyFans behält 20 % | OnlyFans-Nutzungsbedingungen |
Das Geschäftsjahr von OnlyFans endet im November. Die Abschlüsse der Fenix International Limited sind beim britischen Companies House einsehbar.
Warum sagt dir der Durchschnitt so wenig?
Weil sich die Einnahmen auf OnlyFans extrem ungleich verteilen. Ein kleiner Teil der Accounts erzielt den Großteil der Umsätze, während viele Accounts kaum etwas verdienen. Ein Mittelwert, der beide Gruppen zusammenwirft, beschreibt am Ende fast niemanden.
Die Millionärszahl zeigt das deutlich: Seit 2016 haben 5.076 Creator mehr als eine Million US-Dollar verdient. Allein im Jahr 2024 gab es aber mehr als 4,6 Mio. Creator-Accounts. Die Spitze, aus der die Erfolgsgeschichten in sozialen Medien stammen, liegt damit deutlich unter einem Prozent.
Was der Durchschnitt verschweigt
Er verrät nicht, wie viele Accounts aktiv posten, wie lange sie schon laufen und ob jemand Vollzeit oder nebenbei arbeitet. Genau diese Unterschiede entscheiden, wo du landest. Ein Creator, der seit einem Jahr täglich postet, Nachrichten beantwortet und außerhalb der Plattform wirbt, spielt in einer anderen Liga als ein Account mit zwölf Beiträgen und ohne Werbung.
Wer zahlt für die Inhalte männlicher Creator?
Für dein Einkommen zählt, wer kauft, und das sind bei männlichen Creatorn überwiegend Männer. Den Kern der zahlenden Fans bilden schwule und bisexuelle Männer, nach unserer Beobachtung auch bei heterosexuellen Creatorn. Frauen kaufen ebenfalls, doch ein Profil, das nur sie anspricht, lässt meist Umsatz liegen. Eine offizielle Aufteilung nach Geschlecht der Fans gibt es von keiner Plattform.
Für dein Einkommen bedeutet das: Positionierung, Bildsprache und Ton sollten zu dem Publikum passen, das tatsächlich bezahlt. Wie du das mit deiner eigenen Ausrichtung und deinen Grenzen verbindest, beschreibt unsere Seite zur Gay-OnlyFans-Agentur. Dort geht es auch um JustForFans, eine Plattform mit starkem schwulem Publikum, die Bunny Agency zusätzlich zu OnlyFans betreut.
Dazu kommt die Sprache. Ein rein deutschsprachiges Profil erreicht im DACH-Raum nur einen kleinen Markt. Mit englischen Captions, einem zweisprachigen Profiltext und Nachrichten auf Englisch sprichst du deutlich mehr potenzielle Käufer an, ohne deutschsprachige Fans zu verlieren.
Welche Faktoren bestimmen dein Einkommen als Mann auf OnlyFans?
Fünf Hebel machen den Großteil des Unterschieds aus. Mit Glück hat keiner davon viel zu tun, und alle lassen sich messen.
Publikum und Nische
Eine klar erkennbare Nische wie Fitness, Muscle, Bear, Daddy oder Couple-Content macht dich auffindbar und gibt Fans einen Grund, gerade dich zu abonnieren. Beliebige Accounts ohne klares Thema gehen in der Masse unter.
Preis und Abo-Modell
Abos auf OnlyFans kosten zwischen 4,99 und 50 US-Dollar im Monat oder sind kostenlos. Ein günstiges Abo senkt die Einstiegshürde, ein kostenloser Account lebt fast ganz von Nachrichten und Pay-per-View-Inhalten (PPV). Testzeiträume und Bundles über mehrere Monate verschieben die Rechnung zusätzlich. Welches Modell zu dir passt, zeigt dir nur ein Test mit echten Fans.
Direktnachrichten und PPV
Nach unserer Erfahrung kommt bei vielen aktiv betreuten Accounts der größere Teil des Umsatzes aus Nachrichten: aus PPV-Inhalten, Trinkgeldern und individuellen Anfragen. Wer Nachrichten nur ab und zu beantwortet, lässt dort das meiste Geld liegen. Deshalb arbeitet bei Bunny Agency ein Chat-Team, das rund um die Uhr in deinem Ton schreibt, innerhalb der Grenzen, die du festlegst.
Regelmäßigkeit und Bindung
Fans bleiben, solange etwas passiert. Wer täglich postet und neue Inhalte ankündigt, verliert weniger Abonnenten als jemand, der in Schüben arbeitet. Eine niedrige Kündigungsrate (Churn) ist oft mehr wert als ein Schwung neuer Abos; Bunny Agency setzt sich für betreute Accounts einen Churn unter 15 % als Ziel.
Marketing außerhalb der Plattform
Auf OnlyFans selbst wirst du kaum zufällig entdeckt. Neue Abonnenten kommen fast immer von außen, über Reddit, X, TikTok, Instagram oder Telegram. Wie du diese Kanäle Schritt für Schritt aufbaust, erklärt der Ratgeber OnlyFans-Marketing für Männer.
Einkommensstufen: Was trennt Einsteiger von etablierten Creatorn?
Statt erfundener Durchschnittswerte zeigt die Tabelle, welche Lage für welche Stufe typisch ist und welcher Hebel dich jeweils weiterbringt.
| Stufe | Typische Lage | Größter Engpass | Nächster Schritt |
|---|---|---|---|
| Start | Wenige Beiträge, kaum Reichweite, erste Abonnenten über eigene Social-Profile | Kaum jemand weiß, dass es den Account gibt | Zwei Marketingkanäle aufbauen und täglich posten |
| Aufbau | Regelmäßige Beiträge, stetiger Zulauf, Nachrichten laufen nebenher | Zu wenig Zeit für Chats und PPV | Nachrichten systematisch nutzen, Fans nach neu, treu und inaktiv trennen |
| Etabliert | Stabiler Umsatz, feste Stammfans, mehrere Kanäle | Kündigungen bremsen das Wachstum | Bindung stärken, Preise und Nachrichten per A/B-Test verbessern |
| Skalierung | Hoher Umsatz, Tagesgeschäft allein kaum zu schaffen | Eigene Zeit, wachsendes Leak-Risiko | Aufgaben abgeben, zweite Plattform wie Fansly oder JustForFans, Collabs |
Bewusst ohne Umsatzspannen: OnlyFans veröffentlicht keine Zahlen für männliche Creator, jede Zahl wäre geraten.
Wie verändert eine Agentur-Provision die Rechnung?
Eine Agentur lohnt sich nur, wenn sie deinen Umsatz stärker steigert, als ihre Provision kostet. Die Grundrechnung beginnt immer bei OnlyFans: Von jeder Zahlung eines Fans erhältst du 80 %, die Plattform behält 20 %.
Ein vereinfachtes Beispiel, nur zur Veranschaulichung: Deine Fans zahlen im Monat 5.000 US-Dollar. Nach dem Anteil von OnlyFans bleiben 4.000 US-Dollar Auszahlung. Nimmt eine Agentur davon beispielhaft 40 %, sind das 1.600 US-Dollar, und dir bleiben 2.400 US-Dollar. Das rechnet sich, wenn du allein weniger als diese 2.400 US-Dollar ausgezahlt bekämst oder die gewonnene Zeit für Inhalte nutzt, die mehr einbringen. Wichtig ist außerdem die Grundlage: Eine Provision auf die Bruttozahlungen der Fans kostet dich mehr als derselbe Satz auf die Auszahlung. Frag deshalb jede Agentur, wovon genau sie ihren Prozentsatz berechnet.
Bei Bunny Agency liegt die Provision je nach Umfang zwischen 25 und 50 %: am unteren Ende bei leichter Betreuung, am oberen Ende beim Full Service mit Chat rund um die Uhr, Marketing, Content-Strategie und Leak-Schutz. Den genauen Satz und die Grundlage bekommst du vor der Unterschrift schriftlich. Einzelheiten stehen auf der Seite zu Provision und Preisen.
Ob sich eine Agentur für dich rechnet, lässt sich nur mit deinen eigenen Zahlen beurteilen, nicht mit fremden Erfolgsgeschichten. Welche Ergebnisse Bunny Agency über alle Nischen dokumentiert hat und wie sie gemessen werden, zeigen die Fallstudien der Agentur; individuelle Ergebnisse variieren.
Was bleibt nach Umrechnung und Steuern in Euro übrig?
OnlyFans rechnet in US-Dollar ab. Die Auszahlung landet auf deinem Konto, und deine Bank rechnet sie in Euro oder Franken um. Wechselkurse und Gebühren unterscheiden sich je nach Bank, ein Vergleich lohnt sich also, sobald regelmäßig Geld fließt.
Einnahmen aus OnlyFans sind steuerpflichtiges Einkommen. In Deutschland gehören dazu in der Regel eine Gewerbeanmeldung und die Anmeldung beim Finanzamt; ob die Kleinunternehmerregelung für dich infrage kommt, hängt von deiner Situation ab. In Österreich geht es um Gewerbe oder Neue Selbständigkeit und die Sozialversicherung bei der SVS, in der Schweiz um die Anmeldung als Selbstständiger bei der AHV. Konkrete Steuersätze nennen wir bewusst nicht. Sprich mit einem Steuerberater, bevor größere Beträge eingehen; allgemeine Antworten findest du in unseren häufigen Fragen.
Plane deshalb nie mit dem Betrag, den Fans zahlen, sondern mit dem, was nach Plattformanteil, einer eventuellen Provision, Umrechnung und Steuern übrig bleibt. Wenn du diese Rechnung für deinen eigenen Account durchgehen willst, bewirb dich für ein unverbindliches Gespräch.