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Bunny Agency

Ratgeber Einnahmen

Was verdienen Männer auf OnlyFans wirklich?

Zahlen nach Geschlecht veröffentlicht OnlyFans nicht, und jede Angabe wie „Männer verdienen im Schnitt so und so viel“ ist deshalb eine Schätzung. Belegen lassen sich die offiziellen Plattformzahlen und die Faktoren, die dein Einkommen tatsächlich bestimmen.

Verantwortlich für den Inhalt: Sophia Brecht, Gründerin & CEO, Bunny Agency · Aktualisiert · 8 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Was Männer auf OnlyFans verdienen, lässt sich nicht belastbar beziffern, weil OnlyFans keine Einnahmen nach Geschlecht veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2024 zahlte die Plattform 5,80 Mrd. US-Dollar an 4,63 Mio. Creator-Accounts aus, rechnerisch etwa 104 US-Dollar pro Account und Monat. Dieser Schnitt täuscht, denn wenige verdienen viel und die meisten wenig. Laut Bunny Agency entscheiden Publikum, Preise, Chats und Regelmäßigkeit.

Mann mit Bart im blauen Henley-Shirt schaut am Küchentisch auf eine Umsatzkurve im Laptop, neben ihm steht ein Kaffee

Was verdienen Männer auf OnlyFans im Durchschnitt?

Eine seriöse Durchschnittszahl nur für Männer gibt es nicht. OnlyFans veröffentlicht keine Auswertung nach Geschlecht, und Seiten, die trotzdem einen „Durchschnittsverdienst männlicher Creator“ nennen, stützen sich auf Schätzungen statt auf Plattformdaten.

Belegen lässt sich der Durchschnitt über alle Accounts. Laut den Geschäftszahlen, über die Variety im August 2025 berichtete, zahlte OnlyFans im Geschäftsjahr 2024 (bis 30. November 2024) insgesamt 5,80 Mrd. US-Dollar an Creator aus. Im selben Zeitraum gab es 4,63 Mio. Creator-Accounts. Teilt man das eine durch das andere, ergeben sich rund 1.250 US-Dollar pro Account und Jahr, also etwa 104 US-Dollar im Monat.

Diese Zahl ist eine eigene Rechnung auf Basis der offiziellen Werte. Sie gilt für Männer und Frauen gemeinsam, für Vollzeit-Profis ebenso wie für Accounts, die nach zwei Wochen eingeschlafen sind. Als Prognose für dich taugt sie deshalb wenig. Als Realitätscheck gegen Versprechen von fünfstelligen Monatsumsätzen ist sie dagegen sehr nützlich.

Die offiziellen OnlyFans-Zahlen im Überblick

Kennzahlen von OnlyFans laut Berichten über die Abschlüsse der Betreiberfirma Fenix International Limited
KennzahlWertQuelle
Zahlungen der Fans, Geschäftsjahr 20247,22 Mrd. US-Dollar (+9 % zum Vorjahr)Variety, August 2025
Auszahlungen an Creator, Geschäftsjahr 20245,80 Mrd. US-DollarVariety, August 2025
Creator-Accounts, Geschäftsjahr 20244,63 Mio. (+13 %)Variety, August 2025
Fan-Accounts, Geschäftsjahr 2024377,5 Mio. (+24 %)Variety, August 2025
Rechnerischer Schnitt pro Creator-Accountca. 1.250 US-Dollar pro Jahr, ca. 104 US-Dollar pro MonatEigene Rechnung
Auszahlungen an Creator, Geschäftsjahr 2025rund 6,3 Mrd. US-DollarVariety, August 2026
Auszahlungen seit 2016über 30 Mrd. US-Dollar; 5.076 Creator mit mehr als 1 Mio. US-DollarVariety, August 2026
Anteil des Creators an jeder Fan-Zahlung80 %, OnlyFans behält 20 %OnlyFans-Nutzungsbedingungen

Das Geschäftsjahr von OnlyFans endet im November. Die Abschlüsse der Fenix International Limited sind beim britischen Companies House einsehbar.

Warum sagt dir der Durchschnitt so wenig?

Weil sich die Einnahmen auf OnlyFans extrem ungleich verteilen. Ein kleiner Teil der Accounts erzielt den Großteil der Umsätze, während viele Accounts kaum etwas verdienen. Ein Mittelwert, der beide Gruppen zusammenwirft, beschreibt am Ende fast niemanden.

Die Millionärszahl zeigt das deutlich: Seit 2016 haben 5.076 Creator mehr als eine Million US-Dollar verdient. Allein im Jahr 2024 gab es aber mehr als 4,6 Mio. Creator-Accounts. Die Spitze, aus der die Erfolgsgeschichten in sozialen Medien stammen, liegt damit deutlich unter einem Prozent.

Was der Durchschnitt verschweigt

Er verrät nicht, wie viele Accounts aktiv posten, wie lange sie schon laufen und ob jemand Vollzeit oder nebenbei arbeitet. Genau diese Unterschiede entscheiden, wo du landest. Ein Creator, der seit einem Jahr täglich postet, Nachrichten beantwortet und außerhalb der Plattform wirbt, spielt in einer anderen Liga als ein Account mit zwölf Beiträgen und ohne Werbung.

Wer zahlt für die Inhalte männlicher Creator?

Für dein Einkommen zählt, wer kauft, und das sind bei männlichen Creatorn überwiegend Männer. Den Kern der zahlenden Fans bilden schwule und bisexuelle Männer, nach unserer Beobachtung auch bei heterosexuellen Creatorn. Frauen kaufen ebenfalls, doch ein Profil, das nur sie anspricht, lässt meist Umsatz liegen. Eine offizielle Aufteilung nach Geschlecht der Fans gibt es von keiner Plattform.

Für dein Einkommen bedeutet das: Positionierung, Bildsprache und Ton sollten zu dem Publikum passen, das tatsächlich bezahlt. Wie du das mit deiner eigenen Ausrichtung und deinen Grenzen verbindest, beschreibt unsere Seite zur Gay-OnlyFans-Agentur. Dort geht es auch um JustForFans, eine Plattform mit starkem schwulem Publikum, die Bunny Agency zusätzlich zu OnlyFans betreut.

Dazu kommt die Sprache. Ein rein deutschsprachiges Profil erreicht im DACH-Raum nur einen kleinen Markt. Mit englischen Captions, einem zweisprachigen Profiltext und Nachrichten auf Englisch sprichst du deutlich mehr potenzielle Käufer an, ohne deutschsprachige Fans zu verlieren.

Welche Faktoren bestimmen dein Einkommen als Mann auf OnlyFans?

Fünf Hebel machen den Großteil des Unterschieds aus. Mit Glück hat keiner davon viel zu tun, und alle lassen sich messen.

Publikum und Nische

Eine klar erkennbare Nische wie Fitness, Muscle, Bear, Daddy oder Couple-Content macht dich auffindbar und gibt Fans einen Grund, gerade dich zu abonnieren. Beliebige Accounts ohne klares Thema gehen in der Masse unter.

Preis und Abo-Modell

Abos auf OnlyFans kosten zwischen 4,99 und 50 US-Dollar im Monat oder sind kostenlos. Ein günstiges Abo senkt die Einstiegshürde, ein kostenloser Account lebt fast ganz von Nachrichten und Pay-per-View-Inhalten (PPV). Testzeiträume und Bundles über mehrere Monate verschieben die Rechnung zusätzlich. Welches Modell zu dir passt, zeigt dir nur ein Test mit echten Fans.

Direktnachrichten und PPV

Nach unserer Erfahrung kommt bei vielen aktiv betreuten Accounts der größere Teil des Umsatzes aus Nachrichten: aus PPV-Inhalten, Trinkgeldern und individuellen Anfragen. Wer Nachrichten nur ab und zu beantwortet, lässt dort das meiste Geld liegen. Deshalb arbeitet bei Bunny Agency ein Chat-Team, das rund um die Uhr in deinem Ton schreibt, innerhalb der Grenzen, die du festlegst.

Regelmäßigkeit und Bindung

Fans bleiben, solange etwas passiert. Wer täglich postet und neue Inhalte ankündigt, verliert weniger Abonnenten als jemand, der in Schüben arbeitet. Eine niedrige Kündigungsrate (Churn) ist oft mehr wert als ein Schwung neuer Abos; Bunny Agency setzt sich für betreute Accounts einen Churn unter 15 % als Ziel.

Marketing außerhalb der Plattform

Auf OnlyFans selbst wirst du kaum zufällig entdeckt. Neue Abonnenten kommen fast immer von außen, über Reddit, X, TikTok, Instagram oder Telegram. Wie du diese Kanäle Schritt für Schritt aufbaust, erklärt der Ratgeber OnlyFans-Marketing für Männer.

Einkommensstufen: Was trennt Einsteiger von etablierten Creatorn?

Statt erfundener Durchschnittswerte zeigt die Tabelle, welche Lage für welche Stufe typisch ist und welcher Hebel dich jeweils weiterbringt.

Typische Entwicklungsstufen eines Creator-Accounts, beschrieben nach Treibern statt nach Umsatz
StufeTypische LageGrößter EngpassNächster Schritt
StartWenige Beiträge, kaum Reichweite, erste Abonnenten über eigene Social-ProfileKaum jemand weiß, dass es den Account gibtZwei Marketingkanäle aufbauen und täglich posten
AufbauRegelmäßige Beiträge, stetiger Zulauf, Nachrichten laufen nebenherZu wenig Zeit für Chats und PPVNachrichten systematisch nutzen, Fans nach neu, treu und inaktiv trennen
EtabliertStabiler Umsatz, feste Stammfans, mehrere KanäleKündigungen bremsen das WachstumBindung stärken, Preise und Nachrichten per A/B-Test verbessern
SkalierungHoher Umsatz, Tagesgeschäft allein kaum zu schaffenEigene Zeit, wachsendes Leak-RisikoAufgaben abgeben, zweite Plattform wie Fansly oder JustForFans, Collabs

Bewusst ohne Umsatzspannen: OnlyFans veröffentlicht keine Zahlen für männliche Creator, jede Zahl wäre geraten.

Wie verändert eine Agentur-Provision die Rechnung?

Eine Agentur lohnt sich nur, wenn sie deinen Umsatz stärker steigert, als ihre Provision kostet. Die Grundrechnung beginnt immer bei OnlyFans: Von jeder Zahlung eines Fans erhältst du 80 %, die Plattform behält 20 %.

Ein vereinfachtes Beispiel, nur zur Veranschaulichung: Deine Fans zahlen im Monat 5.000 US-Dollar. Nach dem Anteil von OnlyFans bleiben 4.000 US-Dollar Auszahlung. Nimmt eine Agentur davon beispielhaft 40 %, sind das 1.600 US-Dollar, und dir bleiben 2.400 US-Dollar. Das rechnet sich, wenn du allein weniger als diese 2.400 US-Dollar ausgezahlt bekämst oder die gewonnene Zeit für Inhalte nutzt, die mehr einbringen. Wichtig ist außerdem die Grundlage: Eine Provision auf die Bruttozahlungen der Fans kostet dich mehr als derselbe Satz auf die Auszahlung. Frag deshalb jede Agentur, wovon genau sie ihren Prozentsatz berechnet.

Bei Bunny Agency liegt die Provision je nach Umfang zwischen 25 und 50 %: am unteren Ende bei leichter Betreuung, am oberen Ende beim Full Service mit Chat rund um die Uhr, Marketing, Content-Strategie und Leak-Schutz. Den genauen Satz und die Grundlage bekommst du vor der Unterschrift schriftlich. Einzelheiten stehen auf der Seite zu Provision und Preisen.

Ob sich eine Agentur für dich rechnet, lässt sich nur mit deinen eigenen Zahlen beurteilen, nicht mit fremden Erfolgsgeschichten. Welche Ergebnisse Bunny Agency über alle Nischen dokumentiert hat und wie sie gemessen werden, zeigen die Fallstudien der Agentur; individuelle Ergebnisse variieren.

Was bleibt nach Umrechnung und Steuern in Euro übrig?

OnlyFans rechnet in US-Dollar ab. Die Auszahlung landet auf deinem Konto, und deine Bank rechnet sie in Euro oder Franken um. Wechselkurse und Gebühren unterscheiden sich je nach Bank, ein Vergleich lohnt sich also, sobald regelmäßig Geld fließt.

Einnahmen aus OnlyFans sind steuerpflichtiges Einkommen. In Deutschland gehören dazu in der Regel eine Gewerbeanmeldung und die Anmeldung beim Finanzamt; ob die Kleinunternehmerregelung für dich infrage kommt, hängt von deiner Situation ab. In Österreich geht es um Gewerbe oder Neue Selbständigkeit und die Sozialversicherung bei der SVS, in der Schweiz um die Anmeldung als Selbstständiger bei der AHV. Konkrete Steuersätze nennen wir bewusst nicht. Sprich mit einem Steuerberater, bevor größere Beträge eingehen; allgemeine Antworten findest du in unseren häufigen Fragen.

Plane deshalb nie mit dem Betrag, den Fans zahlen, sondern mit dem, was nach Plattformanteil, einer eventuellen Provision, Umrechnung und Steuern übrig bleibt. Wenn du diese Rechnung für deinen eigenen Account durchgehen willst, bewirb dich für ein unverbindliches Gespräch.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein Mann im ersten Monat auf OnlyFans?

Dafür gibt es keine verlässliche Zahl. Im ersten Monat hängt fast alles davon ab, wie viel Reichweite du mitbringst: Wer schon ein aktives Profil auf X oder Reddit hat, kann ab dem ersten Tag Abonnenten gewinnen, wer bei null startet, verdient anfangs oft sehr wenig. Plane die ersten Wochen als Aufbauphase und miss deinen Fortschritt an Abonnenten und Nachrichten, nicht nur am Umsatz.

Verdienen Männer auf OnlyFans weniger als Frauen?

Belegen lässt sich das nicht, weil OnlyFans keine Einnahmen nach Geschlecht veröffentlicht. Nach unserer Beobachtung verkaufen männliche Creator überwiegend an Männer und brauchen deshalb andere Kanäle und einen anderen Ton. Wie hoch dein Einkommen ausfällt, entscheidet vor allem, wie gut du dieses Publikum erreichst.

Wie viel bringen 100 Abonnenten auf OnlyFans?

Rechne mit deinem Abopreis. Bei 100 Abonnenten zu je 9,99 US-Dollar zahlen Fans knapp 1.000 US-Dollar im Monat; nach dem Anteil von OnlyFans bleiben rund 800 US-Dollar Auszahlung. Dazu kommen Trinkgelder und PPV-Nachrichten, die je nach Betreuung ein Vielfaches davon oder fast nichts ausmachen. Das Beispiel dient nur der Veranschaulichung.

Verdient man auf OnlyFans mehr mit Abos oder mit Nachrichten?

Das hängt vom Modell ab. Kostenlose Accounts verdienen fast nur über Nachrichten, PPV und Trinkgelder, bezahlte Accounts haben mit dem Abo eine planbare Basis. Bei vielen betreuten Accounts macht nach unserer Erfahrung der Nachrichtenumsatz den größeren Teil aus, weshalb Chats zum Kern jeder professionellen Betreuung gehören. Offizielle Anteile veröffentlicht OnlyFans nicht.

Werden Top-Creator auf OnlyFans wirklich Millionäre?

Einige schon. Laut Variety haben seit 2016 insgesamt 5.076 Creator mehr als eine Million US-Dollar auf der Plattform verdient. Gemessen an Millionen Creator-Accounts ist das eine winzige Spitze und für deine eigene Planung keine sinnvolle Messlatte.

Wie viel bleibt mir mit einer Agentur unterm Strich?

Rechne es mit deinen eigenen Zahlen durch: Was dir nach Provision bleibt, muss höher sein als deine heutige Auszahlung. Bunny Agency nennt für Creator, die drei Monate oder länger bleiben, über alle Nischen hinweg ein durchschnittliches Umsatzplus von 50 bis 300 %. Individuelle Ergebnisse variieren, eine Zusage für deinen Account ist das nicht.

Gib das Tagesgeschäft ab. Das letzte Wort bleibt bei dir.

Erzähl uns, wo dein Account heute steht. Ein Mensch aus unserem Team liest jede Bewerbung und meldet sich innerhalb von 24–48 Stunden.

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